Brustimplantatwechsel

Brustprothesenwechsel

Indikationen

Es gibt viele verschiedene Gründe, die einen Implantatwechsel erfordern. Einerseits ist ein Wechsel der Brustimplantate notwendig, wenn eine ausgeprägte Kapselfibrose oder eine sehr lange Verweildauer der Implantate in der Brust vorliegt. Andererseits ist ein Tausch der Implantate nötig, wenn in der Mammografie Hüllenveränderungen oder eine Implantatruptur (= Riss der Implantathülle) vorliegt, was jedoch sehr selten ist. Auch bei Entzündungen oder Perforationsgefahr müssen die Implantate gewechselt werden. Weitere Indikationen sind ein anderer Größenwunsch der Brust oder eine Subluxation (=Verrutschen) des Implantates.

Vor der Operation

Auf Medikamente, die blutgerinnungshemmend wirken wie Aspirin, sollten Sie mindestens
sieben Tage vor der Operation verzichten.  Weitere Hinweise und Abklärungen werden während der Konsultation besprochen.

Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Wenn immer möglich wird der Schnitt bei der alten Narbe angesetzt. Das alte Implantat wird zusammen mit der Kapsel entfernt. Entweder wird ein neues Implantat eingesetzt – mit oder ohne Straffung der Brust – oder die Prothese wird nicht mehr ersetzt und die Brust evtl.  gestrafft. Vielfach wird behauptet, dass ein Implantatwechsel und die Beseitigung der Kapselfibrose vom axillären Schnitt aus nicht möglich sei.  Wenn eine Patientin zu mit kommt, die eine alte axilläre Narbe hat, so nutze ich grundsätzlich diesen alten Schnitt, um keine neue Narbe sntstehen zu lassen. Dies ist bei entsprechender Erfahrung und den dazu notwendigen Instrumenten meist möglich.

In manchen Fällen kann für das neue Implantat das gleiche Implantatlager verwendet werden, in manchen Fällen muss das Implantat in eine neue Höhle (Loge), entweder vor oder hinter dem Brustmuskel platziert werden. Durch die Dehnung des Brustgewebes durch das Implantat sowie durch den Alterungsprozess ist in der Regel bei einem zweiten Eingriff (Implantatwechsel) ein  größeres Implantat notwendig um die Implantathöhle wieder auszufüllen. Falls zusätzlich eine Hängebrust besteht, kann gleichzeitig eine Straffungsoperation durchgeführt werden, dabei wird der Hautmantel verkleinert und die Brustwarzen und Warzenhöfe werden evt. an eine höhere Position angehoben.

Bei einem Implantatwechsel wird das alte Implantat samt der verhärteten und stark ausgebildeten bindegewebigen Kapsel in einem (en block) entfernt. Man spricht auch von einer kompletten Kapsulektomie. Manchmal reicht es wenn man nur Teile der Kapsel entfernt (Teilkapsulektomie), oder sie nur rund herum durchtrennt, zur Verhinderung der Spannung und Platzerschaffung für die neuen Implantate (Kapsulotomie).

Axilläre Schnittführung – der unauffällige, verstecke Zugang

Im gesamten Brustbereich entstehen keine Narben, wenn eine axilläre Schnittführung gewählt wird. Axilla ist der lateinische Name für Achsel bzw. Achselhöhle. Als zur Achselhöhle gehörend bzw. in ihr gelegen wird mit „axillär“ bezeichnet. Bei der Brustvergrößerung bezeichnet man mit „axillärem Zugang“ jene Methode, bei welcher die Implantate durch einen Schnitt in der Achselregion eingebracht werden.

Vorteile: Der große Vorteil dieser Schnittführung liegt darin, dass die Narbe relativ weit entfernt von der Brust liegt und versteckt ist. Sie läßt sich meist bogenförmig in einer Hautfalte im Achselbereich anlegen. Sofern überhaupt sichtbar ist die Narbe nach längerer Zeit kaum von Falten in diesem Bereich zu unterscheiden, so wie im hier gezeigten Fall. Außerdem ist die Narbenbildung an dieser Stelle in der Regel viel unauffälliger als in der unteren Brustfalte und an der Brustwarze, d.h. die Nafrbenbildung ist meist deutlich besser. Viele Patientinnen, die sich nach Jahren aus unterschiedlichen Gründen vorstellen, sagen, es habe niemals jemand diese Narben bemerkt oder mit einer Brutvergrößerung in Verbindung gebracht.

Narben in der unteren Brustfalte und an der Brustwarze sind meist auffälliger und lassen zudem für jedermann eine vorangegangene Brustvergrößerung erkennen. Allerdings setzt diese „Schlüsselloch“-Technik besondere Kenntnisse und Erfahrungen des Operateurs voraus, ferner spezielles Instrumentarium. Daher sind nur ca. 5% der Brustchirurgen in der Lage, diese OP-Technik durchzuführen.

Verwendete Implantate

Ich verwende ausschliesslich Implantate der führenden internationalen Hersteller Mentor, Nagor, Polytech, Allergan und Eurosilicone. Die verwendeten Brustimplantate enthalten eine kohäsive Silikongelfüllung, die ein Auslaufen verhindert. Die Hülle des Implantates besteht ebenso aus Silikon, welches entweder eine texturierte (raue) oder eine glatte Oberfläche aufweist. Das Silikongel vieler Hersteller fühlt sich wie natürliches Brustgewebe an.

Weiter unterscheiden sich die Implantate durch ihre verschiedenen Formen. Es gibt anatomische dreidimensionale Implantate, die eine Tropfenform aufweisen, sowie runde Implantate mit verschiedensten Profilen und Projektionen. Moderne Implantate erfüllen heute durch ihre hohe Qualität die Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit, sodass sie nur dann ausgetauscht werden müssen, wenn ein Riss in der Hülle oder andere – vom Implantat unabhängige – Komplikationen auftreten. Daher sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Die Lebensdauer von Implantaten wird üblicherweise von den Herstellerfirmen nicht klar deklariert, es kann mit einer Lebensdauer von einigen Jahren bis Jahrzehnten gerechnet werden. Qualitätshersteller geben eine lebenslange Austauschgarantie für ihre Implantate.

Nach zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen besteht heute die Lehrmeinung, dass kein statistischer Zusammenhang zwischen Autoimmun-, Bindegewebs- und Rheumaerkrankungen, dem Auftreten von Brustkrebs oder anderen Tumoren mit Silikonimplantaten besteht. Natürlich  ist eine regelmäßige Krebsvorsorge auch nach der Operation notwendig. Als Routineuntersuchung kommt als erste Wahl die Mammographie und Sonographie der Brust zur Anwendung. Die Beurteilbarkeit der Mammographie kann durch ein Brustimplantat eingeschränkt sein. In diesen Fällen sollte eine Magnetresonanz Untersuchung (MRI) durchgeführt werden.

Nach der Operation

Während der Operation werden sogenannte Wunddrainage-Röhrchen, die das Blut- und Wundsekret ableiten, eingelegt, die je nach Fördermenge nach 24–48 Stunden entfernt werden. In den ersten Tagen tragen Sie einen straff sitzenden, stützenden Brustverband.

Komplikationen/Nebenwirkungen

Selten kann ein Bluterguss oder ein Wundinfekt auftreten, was eine erneute Operation nach sich ziehen kann. Je nach Dicke des Hautmantels kann die Prothese und eine im weiteren Verlauf mögliche Fältelung der Prothese durch eine Kapselfibrose sicht- und tastbar sein. Eine erneute Kapselfibrose ist wiederum möglich wie auch Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze.

Gibt es Alternativen?

Eine Entfernung der Implantate ohne Neuimplantate und Neuformung der Brust durch Bruststraffung ist möglich, wobei die Brust danach wesentlich kleiner sein wird.

Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.

Erfolgsaussichten

Durch einen Implantatwechsel ist es möglich, eine natürliche, körpergerechte und wohlgeformte Brust zu erzielen, die dem persönlichen und individuellen ästhetischen Empfinden entspricht. Asymmetrien (spezielle Größenunterschiede und verschiedene Höhen der Brustumschlagfalten), welche vor der Vergrößerung bestehen, können nicht immer ganz ausgeglichen werden.

Ihr Arzt wird sich bemühen, die mit Ihnen vereinbarte Körbchengröße zu erreichen. Eine endgültige Abstimmung, welche Implantatgröße möglich ist, kann jedoch erst intraoperativ erfolgen, da es von den anatomischen Gegebenheiten und der Gewebsdehnbarkeit abhängig ist. Das endgültige Ergebnis kann nach ca. 2 bis 3 Monaten beurteilt werden.

Bewertungen über Chefarzt Dr. Meyburg

Viele Bewertungen finden Sie in diversen Foren sowie auf unserer Homepage auf der Seite Patientenstimmen.

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